Avastin Behandlung

Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Augenkrankheiten. Sie tritt hauptsächlich im höheren Lebensalter als AMD (altersbedingte Makuladegeneration) in Erscheinung. Unbehandelt führt die AMD zur Zerstörung der Sehzellen mit der Folge einer Erblindung im Spätstadium. Dabei unterscheidet man eine trockene und eine feuchte Variante. Die trockene AMD ist einer erfolgreichen Therapie bisher leider wenig zugänglich. Wesentlich bessere Chancen ergeben sich für die feuchte Form.

Avastin & Co. zur Behandlung der AMD

Die Behandlung der feuchten AMD erfolgt derzeit mit drei Medikamenten, wobei Avastin hinsichtlich der Indikation eine Sonderstellung einnimmt:

  • Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab)
  • Eylea (Wirkstoff Aflibercept)
  • Avastin (Wirkstoff Bevacizumab)

Avastin wurde ursprünglich nicht zur Therapie der AMD zugelassen, sondern wird als Medikament gegen Krebs eingesetzt. Viele Ärzte verschreiben Avastin als sogenanntes „Off Label“. Hierbei werden Medikamente für Indikationsgebiete oder Patienten eingesetzt, die sich außerhalb des Verwendungszwecks laut den Zulassungsbestimmungen der Arzneimittelbehörden befinden. Grundsätzlich ist dies kein Nachteil für den Patienten, sondern gängige Praxis bei Erkrankungen, bei denen die „zugelassenen“ Medikamente nicht in vollem Umfang den gewünschten Heilungserfolg zeigen.

Alle drei genannten Arzneimittel beruhen auf einem ähnlichen Wirkungsmechanismus: Das Ziel jeder Behandlung ist es, das Fortschreiten der Makuladegeneration zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen. Das geschieht, indem diejenigen Wachstumsfaktoren gehemmt werden, die für das Auftreten pathologischer Blutgefäße im Auge verantwortlich sind.

Der Einsatz von Avastin zur Behandlung der feuchten AMD ergibt sich aus der Tatsache, dass sich dessen Wirkstoffe dem eingangs erwähnten Lucentis sehr ähneln. Beide Medikamente zeigen die gleiche Wirksamkeit.

Auch in den Nebenwirkungen gibt es zwischen Avastin und Lucentis keine signifikanten Unterschiede. Nur bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes traten diese bei Avastin etwas häufiger auf (3 von 100), bei Lucentis waren es 2 von 100 Patienten.

Die Therapie mit Avastin als „Off Label“ Medikament

Avastin zeigt im Vergleich zum wesentlich teureren Lucentis eine vergleichbare Wirkung. Aus diesem Grund stellen manche Ärzte zur Behandlung der Makuladegeneration ein Rezept mit diesem Wirkstoff aus. Die verordnenden Ärzte sind hierbei verpflichtet, den Patienten im besonderen Maße aufzuklären. Da die Krankenkasse die Kosten für „Off Label“ Präparate meist nicht übernimmt, sollte diese vor Beginn der Behandlung kontaktiert werden.

So gut helfen die Medikamente

Sowohl Avastin als auch Lucentis sind in der Lage, eine Sehverschlechterung bei feuchter AMD zu verlangsamen oder im Idealfall zu stoppen. Eine Heilung im herkömmlichen Sinne ist leider nicht möglich, doch es wurde teilweise eine Verbesserung der Sehschärfe beobachtet.

Studien zu Lucentis kamen zu folgendem Ergebnis:

  • Ohne Behandlung (Gabe von Placebo): Erhaltung der Sehschärfe oder geringe Verschlechterung innerhalb eines Jahres bei 60 % der Personen
  • Mit Behandlung (Gabe von Lucentis): Erhaltung der Sehschärfe oder geringe Verschlechterung innerhalb eines Jahres bei 90 % der Personen

In absoluten Zahlen ausgedrückt: 30 von 100 Patienten konnten von Lucentis mit einer Verlangsamung des Sehschärfeverlustes profitieren. Bei 17 von 100 Betroffenen konnte sogar eine Verbesserung des Sehvermögens und der Lebensqualität festgestellt werden. Für eine langfristige Prognose liegen derzeit noch keine Ergebnisse vor.

Mögliche Nebenwirkungen der Avastin Therapie Die häufigsten Nebenwirkungen sind meist harmloser Natur, die nach einigen Tagen von allein wieder verschwinden. Sie resultieren aus der Tatsache, dass die Medikamente direkt ins Auge injiziert werden. Die wichtigsten Nebenwirkungen auf einen Blick:

  • Häufig: Leichte Augenschmerzen nach Abklingen der Betäubung
  • Häufig: Vorübergehende Erhöhung des Augeninnendrucks
  • Häufig: Wahrnehmung von sich mitbewegenden Flecken oder Punkten durch bei der Injektion eingebrachte Luftbläschen (Abklingen der Beschwerden nach zwei Tagen)
  • Selten: Uveitis (Entzündung der Augenhaut)
  • Selten: Endophthalmitis (Entzündung im Inneren des Auges)
  • Selten: Netzhautschäden – Selten: Ausbildung einer Katarakt (Grauer Star)

Studien zufolge besteht bei regelmäßiger Medikamentation mit Avastin ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Blutungen und Gefäßerkrankungen des Gehirns.

Naturheilkundliche Behandlung mit Akupunktur

Wenn Sie von einer Augenerkrankung betroffen sind, sollten auch Sie die Möglichkeiten einer alternativen Therapie nutzen. Eine Behandlung mit den Methoden der Naturheilkunde kann und will nicht die augenärztliche Avastin Therapie ersetzen. Sinn und Zweck ist es vielmehr, die Selbstheilungskräfte des Körpers in seiner Gesamtheit zu aktivieren. Als Ergänzung einer schulmedizinischen Behandlung kann sie aber durchaus das Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder zumindest verlangsamen. Ein geeigneter Therapieansatz ist die Augenakupunktur. Aufgrund ihres ganzheitlichen Konzepts findet sie Einsatz bei einer Vielzahl von Augenkrankheiten.

Die Augenakupunktur wurde von dem dänischen Professor John Boel entwickelt. Natürlich erfolgt die Akupunktur nicht am Auge selbst. Die Reflexpunkte befinden sich vielmehr an den Gelenken von Händen und Füßen. Ziel der Augenakupunktur ist es, einen Reaktionsprozess zu aktivieren in dessen Folge heilende Stoffe und Hormone mit dem Blutkreislauf an den Krankheitsherd gelangen.

Der Vorteil naturheilkundlicher Verfahren besteht darin, dass diese frei von Nebenwirkungen sind. Im Falle der Akupunktur können sich in Ausnahmefällen kleine, völlig harmlose Hämatome im Bereich der Einstichstelle bilden. Sollten Sie sich zu Beginn der Therapie etwas müde oder erschöpft fühlen, ist auch das kein Grund zur Beunruhigung. Vielmehr ist das ein Zeichen, dass Ihr Körper positiv auf die Behandlung anspricht.

Da ich die Akupunktur-Methode von Prof. Boel selbst erlernt habe, möchte ich diese Erfahrung gern an Sie weitergeben. In meiner Praxis in Hofheim, nur ca. 20 km östlich von Frankfurt gelegen, haben Sie die Möglichkeit, von dieser naturheilkundlichen Behandlung zu profitieren.

Die Augenakupunktur erfolgt zunächst über einen Zeitraum von ein oder zwei Wochen mit zwei Sitzungen pro Tag. Dazwischen ist eine Pause von einer Stunde vorgesehen. Nach zwei und später nach vier Wochen wird die Augenakupunktur erneut durchgeführt. Damit ist der Behandlungszyklus abgeschlossen.

Für weitere Fragen zur Augenakupunktur stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin und ich berate Sie gern in einem unverbindlichen Gespräch.