Der Zusammenhang von Bluthochdruck und Makuladegeneration

Bluthochdruck tut nicht weh, schädigt aber schleichend Augen, Herz und die Blutgefässe. Bluthochdruck führt ferner zu Schäden an den Nieren, ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wenn auch Sie hohen Blutdruck haben, dann senken Sie ihn – auch auf natürliche Weise. Und seien Sie nicht überrascht, wenn die empfohlenen Massnahmen nicht nur ihren Blutdruck normalisieren, sondern andere Beschwerden und Symptome damit ebenfalls verschwinden.

Bluthochdruck Makuladegeneration hängen zusammen (Fotolia)

Bluthochdruck und Makuladegeneration hängen zusammen (Fotolia)

Makuladegeneration Patienten in der Praxis

In meiner Praxis zeigt sich das die meisten Augen-Patienten die mit der Diagnose Makuladegeneration AMD oder Glaukom zu uns kommen, Blutdrucksenker einnehmen. Der Bludruck wird dadurch zwar in den Normalbereich gebracht, jedoch führt es dazu, dass der Körper nach anderen Lösungen sucht. Die Folge ist schließlich eine Mangeldurchblutung – auch der Netzhaut, der Gefäße und der Makula. Das Auge, das im Übrigen das Organ mit der höchsten Durchblutung im Körper ist, führt die Mangeldurchblutung dazu, dass Endprodukte des Soffwechsels nicht mehr ordentlich abtransportiert werden. Teilweise werden sie im umliegenden Gewebe wie der Netzhaut abgelagert – dies ist ein wesentlicher Aspekt der Enstehung einer Makuladegeneration AMD.

Bluthochdruck lässt sich natürlich senken

Die Erkrankung Bluthochdruck betrifft in den Industrieländern mittlerweile jeden dritten Erwachsenen (aber auch schon etliche Kinder). Viele der Betroffenen sind sich dessen gar nicht bewusst, da der Bluthochdruck zu Beginn oftmals keine spürbaren Beschwerden zeigt. Und wenn doch, so wird meist keine ernsthafte Ursache dahinter vermutet.

Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Kurzatmigkeit und allgemeine Schlappheit werden heute schnell den üblichen Stressfolgen zugeschrieben. Nach den tatsächlichen Ursachen wird jedoch nicht gesucht. Doch genau das sollten Sie tun, denn erst wenn Ihr Arzt eine konkrete Diagnose erstellt hat, können Sie zielbewusst aktiv werden.

Sollte ihren Beschwerden tatsächlich eine Hypertonie (Bluthochdruck) zugrunde liegen, können Sie Ihren Bluthochdruck mit ganzheitlichen Massnahmen natürlich senken.

Das Besondere an der ganzheitlichen Vorgehensweise ist, dass Sie nicht nur Ihrem Blutdruck zeigen, wo sein Platz ist (nämlich bei etwa 120 zu 80), sondern Sie verbessern gleichzeitig Ihren möglicherweise erhöhten Cholesterinspiegel ebenso wie etwaig ungünstige Blutzuckerwerte.

Das Trio „Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und hohe Blutzuckerwerte“ taucht nämlich sehr gerne gemeinschaftlich auf, oft dazu noch in Begleitung eines mehr oder weniger stark ausgeprägten Übergewichts. Wenn alle vier Beschwerden zusammen auftreten, spricht man von einem „Metabolischen Syndrom“. Auch Rauchen spielt hier eine Rolle.

Doch ganz egal, ob der Bluthochdruck bei Ihnen nun im Rahmen des Metabolischen Syndroms oder alleine auftritt, die naturheilkundlichen Massnahmen gegen Bluthochdruck bleiben dieselben.

Verändern Sie Ihr Leben für Ihre Augen

Ein erneuter Besuch beim Augenarzt bringt es ans Tageslicht: Ihr Blutdruck ist weiter gestiegen – mittlerweile auf 150/95 mmHg. Bereits ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck.

Solange Ihr Blutdruck noch unter 180/110 liegt, können Sie – natürlich in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt – die Sache möglicherweise noch ohne Behandlung mit Medikamenten angehen. Das aber bedeutet, dass sich Ihr Leben ab sofort grundlegend verändern muss.

Sie werden feststellen, dass ungesundes Essen zwar ganz gut schmecken mag, gesundes Essen hingegen noch viel besser schmecken kann. Sie werden merken, dass faul sein gelegentlich zwar ganz nett ist, dass Ihnen Bewegung allerdings ein ganz anderes – nämlich lebendiges und attraktives – Körpergefühl vermitteln wird. Kurzum, Sie werden erkennen, dass ein gesundes Leben viel mehr Spass macht als das vorige – ganz einfach deshalb, weil Sie wieder richtig fit sind und sich ausgesprochen wohl in Ihrer Haut fühlen werden.

Bluthochdruck mit gesunder Ernährung senken

Ernährung bei Bluthochdruck Makuladegeneration (Fotolia)

Ernährung bei Bluthochdruck und Makuladegeneration (Fotolia)

Eine gesunde basenüberschüssige Ernährungsweise entlastet den Organismus nicht nur und liefert ihm eine Vielzahl wertvoller Nähr- und Vitalstoffe. Sie wirkt auch einer Übersäuerung entgegen und unterstützt eine zügige Ausleitung der unterschiedlichsten Schlacken.

Zu jenen Lebensmittel, denen man eine konkrete blutdrucksenkende Wirkung nachsagt, gehören:

  • Buchweizen
  • Kartoffeln
  • Rote Bete
  • Wassermelonen
  • Birnen

Zudem ist eine basenüberschüssige Ernährung gleichzeitig auch reich an Kalium, einem Mineral, welches als Gegenspieler des „schlechten“ Natriums einen besonders günstigen Einfluss auf den Blutdruck hat.

Im Übermaß ist Kalium jedoch wieder ungünstig. Ein Übermaß an Kalium kann allerdings allein mit der Ernährung nicht erreicht werden, sondern nur durch Medikamente. Die Ernährung sollte also eindeutig kaliumreich sein. Denn wer sich kaliumarm ernährt – und die übliche Ernährung ist sehr kaliumarm – hat ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung Bluthochdruck und Schlaganfälle. Der Tagesbedarf liegt bei mindestens 3,5 Gramm Kalium pro Tag, eine Menge, die von vielen Menschen nicht erreicht wird, was auch nicht wundert, denn die kaliumreichsten Lebensmittel werden oft nur ungern verzehrt:

  • Hülsenfrüchte wie z. B. Soja, Bohnen, Linsen, Erbsen
  • Gemüse wie z. B. Pastinaken, Fenchel, Kartoffeln, Sellerie, Kohl, Petersilie
  • Obst wie z. B. Bananen, Papayas, Datteln
  • Trockenobst wie z. B. getrocknete Aprikosen, Datteln, Feigen, RosinenNüsse wie z. B. Walnüsse
  • Esskastanien

Frisch gepresste Säfte gegen Bluthochdruck und Makuladegeneration

Der hohe Nitratgehalt in Roter Bete, sowie der einiger anderer Gemüsesorten wie z. B. Weisskohl, Spinat und Fenchel macht sie zu effektiven Blutdrucksenkern. Während man früher Nitrat in der Nahrung grundsätzlich für schädlich hielt, weiss man heute, dass es im Körper mittels spezieller Enzyme zu Stickstoffmonoxid (NO) abgebaut wird. Und genau diese Eigenschaft wird derzeit zu therapeutischen Zwecken genutzt.

NO ist eine körpereigene Substanz, die u. a. in den Blutgefässwänden gebildet wird. Einerseits wirkt NO entzündungshemmend und andererseits entspannt es die Gefässmuskulatur, so auch jene der Blutgefässwände, so dass sich diese weiten. Damit trägt NO zur Senkung des Blutdrucks bei.

Eine diesbezügliche Studie wurde an der Queen Mary Universität in London durchgeführt. 15 Probanden, die trotz systolischer Blutdruckwerte von 140 bis 159 mmHg nicht medikamentös eingestellt waren, nahmen an der Studie teil. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Therapie: Alleine durch das tägliche Trinken von einem viertel Liter Rote-Bete-Saft sank der systolische Blutdruck um 12 mmHg und auch der diastolische Wert reduzierte sich deutlich.

Dieser Effekt war drei bis sechs Stunden nach dem Trinken des Saftes am grössten und hielt über 24 Stunden an. Auch andere Säfte haben sich bereits als wirksam erwiesen. So konnte z.B. ein halber Liter frisch gepresster Karottensaft täglich ebenfalls den Blutdruck senken und die Augen unterstützen.

Genauso ist Granatapfelsaft ein hervorragendes Mittel gegen Bluthochdruck: Granatapfelsaft senkt den Blutdruck.

Ihr persönliches Programm zur natürlichen Blutdrucksenkung und Unterstützung Ihrer Augen

Wie gehen Sie nun vor, um mit allen diesen Informationen Ihren Blutdruck und Ihre Augen auf natürliche Weise zu senken und zu unterstützen? Selbstverständlich können Sie nicht alle Massnahmen gleichzeitig umsetzen. Auch kommt es sehr darauf an, wie hoch Ihr Blutdruck ist, wie alt Sie sind und wie es Ihnen abgesehen vom hohen Blutdruck geht: Liegen andere Krankheiten vor? Welche Therapie oder Behandlung haben Sie schon ausprobiert? Ist Ihre Konstitution eher stark oder eher schwach? Welche Risikofaktoren liegen vor?

Betrachten Sie den folgenden Programm-Vorschlag daher nur als Anregung, die Sie dazu nutzen können, Ihr eigenes ganz individuell auf Sie zugeschnittenes Anti-Bluthochdruck-Programm zusammen zu stellen – gerne gemeinsam mit Ihrem ganzheitlich orientierten Therapeuten. Und zum Wohl der Makula:

  • Lassen Sie von Ihrem Arzt Ihre Nieren- und Harnsäurewerte checken – was dieser sicher sowieso machen wird.
  • Lassen Sie auch Ihre Homocysteinwerte überprüfen und supplementieren Sie ggf. Folsäure, Vitamin B6 und B12.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung auf eine basenüberschüssige Ernährung um.
  • Wenn Sie naschen möchten, wählen Sie Bitterschokolade (Kakaoanteil möglichst 80 Prozent).
  • Essen Sie täglich neun Walnüsse und nehmen Sie für Ihren Salat 1 TL Walnussöl (oder mehr – gerne auch in Kombination mit Hanföl oder Olivenöl).
  • Bereiten Sie die meisten Ihrer Mahlzeiten besser selbst zu, meiden Sie Fertiggerichte und essen Sie seltener auswärts.
  • Reduzieren Sie Ihren Salzverbrauch und füllen Sie Ihren Salzstreuer mit Kräutersalz, einer Kräutermischung oder einem Salz für Bluthochdruckpatienten.
  • Meiden Sie Zucker, Alkohol und Nikotin und reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum.
  • Trinken Sie täglich Säfte (am besten frisch gepresst), z. B. ¼ Liter Rote-Bete-Saft, ¼ Liter Karottensaft und ¼ Liter Granatapfelsaft. Verdünnen Sie die Säfte mit Wasser.
  • Trinken Sie täglich ca. 1,5 Liter Wasser (Mineralwasser oder gefiltertes Leitungswasser) und ¼ Liter Brennnesseltee. Bei der angegebenen Wassermenge ist bereits jene Menge dabei, mit der Sie Ihre Säfte verdünnen.
  • Sorgen Sie für Bewegung und zwar mindestens 3 bis 4 Mal pro Woche jeweils 30 bis 45 Minuten, besser täglich.
  • Schon allein diese Massnahmen werden Ihnen dabei helfen, ein mögliches Übergewicht zu reduzieren.
  • Praktizieren Sie eine Entspannungsmethode.
  • Wenn Sie als Frau bisher die Pille nahmen, setzen Sie sie probeweise ab, um zu sehen, ob die Pille an der Entstehung Ihres Bluthochdrucks beteiligt ist.
  • Optimieren Sie Ihre Magnesiumversorgung und nehmen Sie ein hochwertiges Magnesiumpräparat ein (mind. 300 – 400 mg pro Tag).
  • Erhöhen Sie Ihre Antioxidantienzufuhr, z. B. mit Astaxanthin, Safran, OPC, Aroniasaft etc.
  • Nehmen Sie täglich Vitamin D3 (3.000 IE) ein – am besten kombiniert mit Vitamin K2 und Calcium (Sango Meeres Koralle).
  • Nehmen Sie täglich Krillöl, vegane Omega-3-Kapseln oder das DHA-Algenöl ein.

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten und Therapien, den Bluthochdruck auf natürliche Weise signifikant zu senken. Sie brauchen nur aktiv zu werden – und schon dürfen Sie gespannt sein, was sich durch die Umsetzung der ganzheitlichen Maßnahmen sonst noch an Ihrer gesundheitlichen Situation verändern wird. Denn ganzheitliche Maßnahmen wirken sich nie allein auf einen Aspekt (Bluthochdruck) aus, sondern immer auf den gesamten Körper.

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