Was ist ein Grauer Star?

Beginnender Sehverlust bei Glaukom (Fotolia)

Beginnender Sehverlust bei Glaukom (Fotolia)

Grauer Star, der medizinische Fachbegriff heißt Katarakt, ist eine Augenkrankheit mit einer Trübung der Augenlinse. Die Ursache für diese Augen-Erkrankung ist weitgehend unbekannt. Sie tritt vornehmlich im höheren Lebensalter auf und führt zu einem Verlust der Sehschärfe. Der Grund liegt in der abnehmenden Elastizität der Linse mit Verhärtungen und Trübungen. Als Patient werden Sie bei Krankheitsbeginn keine Schmerzen spüren – der Verlauf ist schleichend. Der Anteil des Grauen Stars an hochgradigen Verminderungen des Sehvermögens beläuft sich weltweit auf über 40 Prozent.

Eine frühzeitige Therapie bei der Diagnose Grauer Star oder Katarakt bietet gute Chancen auf den Erhalt des Sehvermögens. Im fortgeschrittenen Stadium kann das Augenlicht durch eine künstliche Linse wieder hergestellt werden.

Woher kommt die Bezeichnung Grauer Star?

„Wieso Grauer Star?“ werden Sie sich fragen. Die Wortherkunft leitet sich aus dem starren Blick ab, der sich dem Betrachter bei der Augenkrankheit Grauer Star bzw Katarakt ohne Behandlung bietet. Bedingt durch die Trübung der Augenlinse erscheint zudem die Pupille im fortgeschrittenen Stadium grau.

Wo liegen die Ursachen bei Grauem Star?

Obwohl Katarakt zu den häufigsten Augenerkrankungen zählt, ist die genaue Ursache noch weitgehend unbekannt. Neben genetischen Veranlagungen scheint Diabetes mellitus als Auslöser der Krankheit infrage zu kommen. Auch bestimme Medikamente wie Kortison sowie Rauschmittel- und Nikotinmissbrauch werden als Verursacher in Betracht gezogen. Längere Einwirkung von UV-Strahlung führt ebenfalls zur Schädigungen der Augenlinse. Während der Schwangerschaft können es die Röteln sein, die zu einem Katarakt beim Neugeborenen führen.

Welche Symptome zeigt ein Grauer Star?

Die Krankheit Grauer Star schreitet im Allgemeinen langsam voran. Die Symptome sind eher gering. Wenn Sie jedoch einige der charakteristischen Symptome wahrnehmen, sollten Sie sich einer augenärztlichen Untersuchung unterziehen. Grauer Star macht sich anfangs mit einem unscharfen Seheindruck und zunehmender Störung der Hell-Dunkel-Adaption des Auges (Blendungsempfindlichkeit) bemerkbar. Die Linse vertrübt sich. Die Farbwahrnehmung ist beeinträchtigt, alles erscheint kontrastärmer und „blasser“. Auch das Auftreten von Halos (Lichthöfe um Lichtquellen) sowie Doppelbilder deuten auf einen Grauen Star hin. Die genaue Diagnose kann nur der Augenarzt stellen. Zu diesem Zweck wird der Arzt Ihre Augen einem Sehschärfetest unterziehen. Die weitergehende Diagnostik erfolgt dann mit einer berührungslosen Untersuchung am Spaltlampen-Mikroskop. Wenn Sie älter als 40 Jahre sind, ist es auch ohne Vorliegen von Beschwerden vorteilhaft, sich einer Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt zu unterziehen.

Grauer Star und seine Behandlung

Leider gibt es keine medikamentöse Behandlung des Grauen Stars. Ist die Lebensqualität des Betroffenen erheblich eingeschränkt, ist eine Operation angezeigt. Sicher mag es für Sie als Patient unangenehm sein, sich einem solchen Eingriff zu unterziehen. Die Angst davor ist jedoch unbegründet. Wenn beide Augen betroffen sind, erfolgt die Operation zuerst nur an einem Auge. Operationen infolge der Diagnose Grauer Star zählen zu den häufigsten und sichersten Eingriffen überhaupt. In Deutschland profitieren jährlich über 650.000 Patienten von dieser segensreichen Operation. Hierfür stehen mehrere Methoden zur Verfügung, seit 2008 auch der verstärkte Einsatz der gewebeschonenden Lasertechnik. Bei allen Verfahren wird die erkrankte Augenlinse durch ein künstliches Implantat ersetzt. Dieses übernimmt dann fast vollwertig die Funktion einer natürlichen Linse. Allerdings ist der erforderliche Brechungsindex der Kunstlinse nicht genau abschätzbar. Daher sind Sie nach der Operation entweder kurz- oder weitsichtig. Ein geringes Übel, dass mit einer ganz normalen Brille korrigiert werden kann. Die Operation selbst erfolgt fast nur noch ambulant und dauert etwa 20 Minuten. Zur lokalen Anästhesie werden Augentropfen verabreicht, erforderlichenfalls wird das Betäubungsmittel auch in die Haut neben dem Auge gespritzt. Auf diese Weise erfolgt die Operation schmerzfrei. Zugleich wird damit die für den Eingriff nötige Ruhigstellung des Augapfels gewährleistet. Zu Ihrer Sicherheit wird Ihr Kreislauf auch bei dieser kleinen Operation durch EKG, Blutdruckmessgerät und die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut überwacht.

Grauer Star Therapie – Alternative Augenakupunktur Behandlung

Im Frühstadium der Erkrankung Grauer Star ist eine Operation nur in Ausnahmefällen angezeigt. Gute Erfolge bei der Behandlung des Katarakt werden mit einer Augenakupunktur nach Boel erzielt. Die Augenakupunktur ist außerdem eine effektive Behandlungsalternative bei der altersbedingten Makuladegeneration und bei einem erhöhten Augeninnendruck. Sie brauchen keine Angst zu haben – die Nadeln werden nicht in das Auge gestochen. Die Akupunktur erfolgt an den Händen, Füßen, Stirn und am Knie. Nach dem Konzept einer ganzheitlichen Therapie kann das Fortschreiten des Krankheitsbildes Grauer Star verzögert werden. In meiner Praxis steht dieses Verfahren, welches ich von Prof. Boel erlernt habe, jedem betroffenen Patienten zur Verfügung. Mehr erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch, zu dem ich Sie ganz herzlich einlade.

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