Lucentis Behandlung

In Deutschland leben etwa vier Millionen Menschen mit dem Risiko, an der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu erkranken. Die Bakula ist die Stelle des schärfsten Sehens und zugleich für die Farbwahrnehmung verantwortlich. Bei der AMD werden deren Sinneszellen zerstört und es kommt zur Erblindung. Die Augenheilkunde unterscheidet zwei Formen:

  • Trockene AMD: Das Fortschreiten der Erkrankung erfolgt allmählich über einen längeren Zeitraum. Mit einem Anteil von 80% der betroffenen Patienten ist sie die häufigste Form.
  • Feuchte AMD: Typisch ist ein schnelles Fortschreiten der Krankheit. Etwa 20% der erkrankten Personen leiden an ihr.

Lucentis – Behandlung und Wirksamkeit

Während gegen die trockene AMD bisher kein zuverlässig wirkendes Präparat gefunden wurde, stehen für die Therapie der feuchten AMD zwei erfolgversprechende Medikamente zur Verfügung: Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab) und Avastin (Wirkstoff Bevacizumab).

Der Wirkstoff Ranibizumab wurde im Januar 2007 unter dem Handelsnamen Lucentis zur Therapie bei feuchter AMD zugelassen. Avastin, ein ähnlich wirkendes Medikament, wurde zu diesem Zeitpunkt bereits zur Therapie von Brust-, Nieren-, Darm- und Lungenkrebs eingesetzt. Ihr gleichartiger Wirkmechanismus beruht auf der Tatsache, dass die beiden Substanzen aus dem gleichen Antikörper entwickelt wurden. Sie unterscheiden sich praktisch nur in der Größe ihrer Moleküle. Ziel der Behandlung ist es, die Bildung neuer Blutgefäße zu verhindern und den Krebsherd von der Nähr- und Sauerstoffversorgung abzukoppeln. Im Falle der feuchten Makuladegeneration bedeutet dies, dass die nun nicht mehr entstehenden pathologischen Blutgefäße keine Netzhautschäden mehr anrichten können. Bis zur Verfügbarkeit von Lucentis erfolgte die Behandlung der feuchten Makuladegeneration mit dem „offiziell“ nicht zugelassenen Avastin. In der Medizin ist diese Methode als „Off Label“ Medikamentation bekannt. Nach der Einführung von Lucentis stellte sich heraus, dass die Injektion von Avastin wesentlich preisgünstiger ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Avastin nach wie vor zur AMD Therapie nicht zugelassen ist. Von den geringeren Kosten beim Einsatz von Bevacizumab profitieren in erster Linie die gesetzlichen Krankenkassen. Für die Versicherten besteht der Vorteil, dass sie in gewissem Umfang durch geringere Beiträge entlastet werden. Allerdings: Der Hersteller von Avastin haftet nicht für Komplikationen bei der Anwendung seines Medikaments zur Behandlung der Makuladegeneration.

In drei klinischen Studien wurden die beiden Präparate miteinander verglichen und 2014 einer Auswertung zugeführt. Dabei zeigte sich, dass beide Medikamente als gleichwertig zu betrachten sind. Sowohl Avastin als auch Lucentis tragen in gleichem Maße zu einer Verbesserung des Sehvermögens bzw. zu einer Stabilisierung der Sehschärfe bei. Auch im Auftreten von Nebenwirkungen sind beide Substanzen miteinander vergleichbar. Trotzdem ist Lucentis weiterhin wesentlich teurer als Avastin. Auch wenn mit Avastin durchaus positive Resultate erzielt wurden, soll das Medikament vorzugsweise nur in auf AMD spezialisierten Augenzentren zur Anwendung kommen. Diese sind verpflichtet, jede unerwünschte Wirkung oder Komplikation mit größter Sorgfalt zu dokumentieren.

Studien zu Lucentis – Das können die Medikamente leisten

Leider kann die feuchte Makuladegeneration bisher nicht geheilt werden. Gleichwohl sind die Medikamente durchaus in der Lage, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern oder zu verlangsamen. In manchen Fällen wurde sogar eine signifikante Verbesserung der Sehschärfe beobachtet.

Anhand der mit Lucentis durchgeführten Studien konnten die Medikamente ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen. Als Zeitraum für die Beurteilung wurde ein Jahr gewählt.

  • Ohne Behandlung (Placebo): Bei 60% der Probanden blieb die Sehschärfe erhalten oder verringerte sich nur leicht.
  • Mit Behandlung (Lucentis): Hier waren es 90% der Patienten, deren Sehschärfe erhalten blieb oder die sich nur geringfügig verschlechterte.

Damit konnte die Studie zeigen, dass durch die Injektion von Lucentis bei ungefähr 30 von 100 Betroffenen eine Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit erreicht werden konnte.

Etwa 17% der Patienten berichteten von einer Verbesserung ihres Sehvermögens. Somit tragen die Medikamente zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei. Eine zuverlässige Prognose hinsichtlich der Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gestellt werden.

Die Lucentis Therapie und mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen bei der Behandlung von Lucentis sind meist harmlos. In der Regel beschränkt sich deren Auftreten auf wenige Tage nach der Injektion in das Auge.

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Vorübergehender erhöhter Augeninnendruck (durch Einspritzen des Medikaments)
  • Wahrnehmung von Punkten oder Flecken, die der Bewegung des Auges folgen (durch die Injektion eingebrachte harmlose Luftbläschen)
  • Leichte Augenschmerzen nach der Injektion

Seltene Nebenwirkungen sind:

  • Auftreten von Grauem Star (Katarakt)
  • Entzündliche Prozesse im Bereich des Augeninneren (Endophthalmitis) und/oder der Augenhaut (Uveitis)
  • Schädigung der Netzhaut

In den Studien wurde festgestellt, dass die längerfristige Gabe der Medikamente das Risiko für Durchblutungsstörungen, Blutungen und Schlaganfall im Gehirnbereich erhöhen kann.

Naturkundliche Therapie als Alternative

Als Ergänzung der schulmedizinischen Behandlung mit Lucentis ist die Augenakupunktur geeignet, deren Wirkung durch Aktivierung der Selbstheilungskräfte zu verstärken. Falls Sie an einer Augenkrankheit leiden, biete ich Ihnen in meiner Praxis mit dieser Methode die Möglichkeit, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Die Augenakupunktur wurde von Professor John Boel (Dänemark) entwickelt. Seit 1996 wird diese Form der Behandlung auch in Deutschland angewendet. Bereits Tausende Patienten haben sich nach diesem speziellen Verfahren behandeln lassen. Dabei brauchen Sie keine Angst zu haben – die Akupunkturpunkte befinden sich nicht am Auge selbst. Die Reflexpunkte sind an den Gelenken von Händen, Füßen und den Knien sowie im Stirnbereich zu finden. Ziel dieser Stimulation ist es, einen Reaktionsprozess auszulösen. Auf diese Weise wird der Körper animiert, Hormone und heilende Stoffe über den Blutkreislauf zu der erkrankten Stelle zu transportieren.

Da ich die Möglichkeit hatte, die Augenakupunktur von Prof. Boel selbst zu erlernen, biete ich sie in meiner Praxis im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes an. Die Therapie erfolgt zunächst mit zwei Sitzungen pro Tag über die Dauer von ein bis zwei Wochen. Nach jeweils zwei, dann nach vier Wochen erfolgt eine Wiederholung.

Haben Sie sich einer Lucentis Therapie in Frankfurt unterzogen, steht meine nur 20 km entfernte Praxis in Hofheim zur Ergänzung der Behandlung im Sinne der Naturmedizin zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin und ich berate Sie gerne.