Die Niederdruckglaukom Behandlung

Niederdruckglaukom Behandlung – wir geben einen vollständigen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmethoden des Winkelblockglaukoms

Niederdruckglaukom Behandlung – wir geben einen vollständigen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmethoden des Winkelblockglaukoms

Das Niederdruckglaukom

Die Erkrankung, die früher auch als Niederdruckglaukom bezeichnet wurde, ist als Normaldruckglaukom bekannt und weist ähnliche charakteristische Schädigungen des Sehnervs auf wie das herkömmliche Glaukom oder das primäre chronische Offenwinkelglaukom.

Das am weitesten verbreitete Glaukom ist das Offenwinkelglaukom. Auffällig ist jedoch das Fehlen des klassischen Hauptsymptoms: ein erhöhter physikalischer Augendruck, der auf die Innenseite des Auges wirkt (Augeninnendruck).

Beim Normaldruckglaukom liegt der Augeninnendruck immer im Normalbereich. Das bedeutet, dass die Patienten keinen höheren Augeninnendruck als 21 mmHg aufweisen, jedoch dennoch Schäden durch Glaukom entwickeln. Dieses Phänomen wird in der Regel als Hauptfaktor für die Entstehung eines Glaukoms betrachtet.

In den jüngsten Jahren haben Studien gezeigt, dass ein normaler Augeninnendruck im Bereich von 11 bis 21 mmHg keineswegs das Vorhandensein von Glaukom ausschließt.

Experten gehen mittlerweile davon aus, dass fast die Hälfte aller diagnostizierten Glaukomfälle in Europa der Niederdruckvariante zugeordnet werden kann.

Ursachen des Niederdruckglaukoms

Das Normaldruckglaukom wird vermutlich durch eine gefäßbedingte Beeinträchtigung des Sehnervs verursacht. Häufig sind niedriger Blutdruck und allgemeine Durchblutungsstörungen damit assoziiert.

Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Augeninnendruck ist in der Regel vorhanden. In solchen Fällen treten Schädigungen bereits bei Druckwerten auf, die von anderen Personen problemlos toleriert werden können.

Die Entstehung des Glaukoms erfolgt schrittweise, da die Blutgefäße aufgrund eines konstant zu niedrigen Blutdrucks langfristig nicht ausreichend durchblutet werden.

Dies betrifft auch die Sinneszellen in den Augen, die Schaden nehmen, wenn sie nicht ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Diagnose des Niederdruckglaukoms

In der Glaukomvorsorge stellt die Pachymetrie, die Messung der Hornhautdicke, eine präzise Methode zur Bestimmung des Augeninnendrucks dar. Eine Herausforderung beim Normaldruckglaukom besteht darin, dass es bei einer routinemäßigen Untersuchung oft unentdeckt bleibt.

Im Kontext einer Verdachtsdiagnose auf Grünen Star ist die Normaldruckvariante in der Regel schwer zu identifizieren, da der Augeninnendruck nicht erhöht ist.

Glaukom (Grüner Star) ganzheitlich behandelnFür die Diagnose untersucht der Augenarzt den Augenhintergrund mithilfe einer Spaltlampe (Ophthalmoskopie). Dies ermöglicht die Untersuchung von Strukturen wie dem Sehnervenkopf und den sie versorgenden Blutgefäßen.

Beim Normaldruckglaukom zeigen sich häufig kleine Eindellungen im Bereich des Sehnervenkopfes sowie gelegentlich Einblutungen und Ausdünnungen am äußeren Rand der Pupille.

Ein spezielles Kontaktglas namens Gonioskop ermöglicht die Erkennung von Krankheitsprozessen in den Kammerwinkeln des Auges, die mit der Entstehung des Glaukoms zusammenhängen.

Wenn der Verdacht auf Grünen Star besteht, liefert die Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) weitere Informationen. Die Laserscanning-Fotografie oder auch Laserscanning-Optalmoskospie bietet eine präzise Darstellung des Sehnervenkopfes in 3D und ermöglicht so eine genaue Diagnose bereits im frühen Stadium der Krankheit.

Die Optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein bildgebendes Verfahren, das ebenfalls dazu beiträgt, das Vorhandensein eines Glaukoms zu bestätigen.

Ein Sehtest wird durchgeführt, um mögliche Beeinträchtigungen des Sehvermögens und der Sehschärfe zu überprüfen. Bei einem Glaukom sind solche Schädigungen normalerweise erst in einem fortgeschritteneren Stadium erkennbar.

Da beim Normaldruckglaukom die Ursachen häufig auf Gefäßprobleme zurückzuführen sind, wird oft auch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchgeführt, um Schwankungen und insgesamt niedrige Blutdruckwerte festzustellen.

Wenn eine Schlafapnoe als Ursache vermutet wird, können weitere Untersuchungen wie ein Schlaflabor und eine neurologische Abklärung sinnvoll sein.

Die Möglichkeiten der Niederdruckglaukom Diagnose im Überblick:

  • Pachymetrie: Messung der Hornhautdicke
  • Ophthalmoskopie: Untersuchung von Strukturen im Auge mittels Spaltlampe
  • Gonioskop: Untersuchung des Kammerwinkeln im Auge
  • Perimetrie: Untersuchung der Güte und Größe des Gesichtsfeldes
  • Laserscanning-Optalmoskospie: Untersuchung des Augenhintergrundes
  • Optische Kohärenztomografie (OCT): Berührungsfreie Untersuchung der Netzhautstrukturen
  • Sehtest: Untersuchung des Sehvermögens und der Sehschärfe
  • Langzeit-Blutdruckmessung: Messung des Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden und Erstellung eines Blutdruck-Tagesprofils
  • Schlaflabor: Untersuchung verschiedener Schlafparameter von Patienten (Polysomnographie)

Risikofaktoren eines Niederdruckglaukoms

Ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung des Normaldruckglaukoms ist eine beeinträchtigte Durchblutung des Sehnervs, und die Ursachen dafür können vielfältig sein.

Das Flammer-Syndrom

Das Flammer-Syndrom ist gekennzeichnet durch eine gestörte Regulation der Blutversorgung und geht oft mit verschiedenen Symptomen einher, darunter:

  • Niedriger Blutdruck
  • Häufig kalte Hände und Füße
  • Geringes Körpergewicht
  • Eingeschränktes Durstgefühl
  • Regelmäßige Migräne
  • Tinnitus
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen oder Schmerzen

Das Problem liegt nicht nur in einem niedrigen Blutdruck, sondern vor allem in starken Blutdruckschwankungen. Diese treten häufig nachts auf und können zu erheblichen Blutdruckabfällen führen.

Die Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe entspannt sich die Muskulatur der oberen Atemwege während des Schlafs und führt zu einer Verengung im Rachenbereich.

Dies äußert sich beim Ein- und Ausatmen oft durch lautes Schnarchen. Die Atemaussetzer während des Schlafs führen dazu, dass der Körper während dieser Phasen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Das Metabolisches Syndrom

Das Metabolische Syndrom ist eine Ansammlung von Risikofaktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes erhöhen.

Es besteht aus vier Faktoren, die als hohe Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen gelten:

  1. Fettleibigkeit, starkes Übergewicht, insbesondere im Bauchbereich
  2. Bluthochdruck
  3. Insulinresistenz, beispielsweise in Form von Diabetes mellitus Typ 2
  4. Störungen im Fettstoffwechsel und abnormale Blutfettwerte

Behandlung des Niederdruckglaukoms

Ein entscheidender Faktor bei der Therapie des Normaldruckglaukoms besteht darin, die Fortschreitung der Sehnervenschädigung zu verhindern. Die Behandlungsmöglichkeiten variieren je nach Schweregrad der Erkrankung und individuellem Befund.

Ein Schlüsselaspekt ist die Regulation oder Optimierung des Blutdrucks auf ein gesundes Niveau. Dies wird in der Regel erreicht durch:

  • eine medikamentöse Therapie (z.B. Miotika, die am längsten bekannte Medikation)
  • eine deutliche und nachhaltige Änderung des Lebensstils erreicht
  • ein konsequentes Gewichtsmanagement
  • Sport! regelmäßige, moderate körperliche Aktivität mit Steigerung über die Zeitachse

Ähnliche wie bei der Makuladegeneration spielt die Ernährung ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei antioxidative Lebensmittel wie gesunde pflanzliche Fette, Omega-3-Fettsäuren sowie eine reichliche Aufnahme von Gemüse und Beeren empfohlen werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Stressbewältigung, Nikotinkarenz und ausreichender Schlaf tragen zur Gesundheit bei.

Die Therapie des Normaldruckglaukoms erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Fachrichtungen, um die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen. Es gibt keine Einheitsbehandlung, da die Therapie individuell angepasst werden muss.

In einigen Fällen können Augentropfen, Laserbehandlungen oder Operationen als ergänzende Maßnahmen empfohlen werden.

Prognose zum Krankheitsbild Niederdruckglaukom

Wie bei den meisten Augenkrankheiten ist der Zeitpunkt der Behandlung ein entscheidender Faktor für die Prognose des Normaldruckglaukoms. Frühzeitiges Erkennen der Erkrankung verbessert die Erfolgschancen erheblich.

Die Behandlung sollte immer darauf abzielen, die zugrunde liegende Ursache anzugehen, um den Verlauf positiv zu beeinflussen.

Eine kontinuierliche ärztliche Überwachung ist von großer Bedeutung, da unbehandelt langfristig eine Erblindung auftreten kann. Durch erfolgreiche Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankungen kann oft eine weitgehende Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Es ist jedoch wichtig, die zugrunde liegenden Blutdruckprobleme dauerhaft zu kontrollieren. Die Anpassung des Lebensstils spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Prävention.