Die Verunsicherung beim Thema Cholesterin ist groß. Ab welcher Höhe wird Cholesterin gefährlich? Sind senkende Medikamente notwendig? Von großer Bedeutung ist die Verteilung von „gutem“ (HDL) und „schlechtem“ (LDL) Cholesterin. Auf die Blutwerte bezogen sollte der LDL-Wert kleiner als 150 und der HDL-Wert größer als 50 sein. Dann arbeitet das HDL-Cholesterin im Körper wie eine Putzkolonne und nimmt überflüssige Fette auf. Sogar dann, wenn sie bereits an den Gefäßwänden abgelagert sind. LDL-Cholesterin bringt Fette in die Zellen, um daraus Hormone zu produzieren. Es ist nicht „schlecht“, sondern hat nur negative Auswirkungen, wenn es zu viel davon gibt.

Wissenschaftliche Studien belegen, das das Risiko bei der Einnahme von Cholesterinsenker an einem Grauen Star zu erkranken signifikant erhöht ist. Schulmediziner behandeln erhöhte Cholesterinwerte meist mit Statinen, also mit Cholesterinsenker. Diese Medikamente haben jedoch zahlreiche Nebenwirkungen: mit am häufigsten lösen sie grauen Star aus, der meist operativ behandelt werden muss und schlimmstenfalls zur Erblindung führen kann. Dabei könnte man die Cholesterinwerte ganz einfach mit wenigen Änderungen im Lebensstil und der Ernährung senken.

Grauer Star durch Statine

Beim grauen Star (auch Katarakt genannt) trübt sich die Linse des Auges. Betroffene sehen immer schwächer und verschwommener. Im fortgeschrittenen Stadium können sie nur noch hell und dunkel wahrnehmen. Doch kann man den grauen Star ja operieren, indem die Linsen ganz “einfach” gegen neue ausgetauscht werden. Im erhöhten Katarakt-Risiko sehen Schulmediziner daher keinen Grund, auf die Verschreibung von Statinen zu verzichten. Dabei wäre es wesentlich gesünder und risikoärmer, die eigentlichen Ursachen für die erhöhten Cholesterinwerte anzugehen, statt die Werte künstlich zu senken. Das jedoch wird in der üblichen schulmedizinischen Praxis nur selten angestrebt. Empfehlungen zu einem veränderten Essverhalten und Lebensstil werden daher leider nicht gegeben, zumindest nicht in ausreichendem Umfang.

Ein Jahr Statine genügt für grauen Star

Dr. G. B. John Mancini und sein Team an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver untersuchten den möglichen Zusammenhang von Statineinnahme und der Entstehung von grauem Star. Zu diesem Zweck analysierten sie Patientendaten aus zwei grossen Datenbanken aus Kanada und den USA. Insgesamt flossen so die Daten von mehr als 1,3 Millionen Menschen in die Studie ein.

Die Wissenschaftler suchten sich aus den Studienteilnehmern diejenigen heraus, die vor ihrer ersten augenärztlichen Untersuchung über mindestens ein Jahr hinweg Statine eingenommen hatten. Dann überprüften sie, wie viele von ihnen die Diagnose grauer Star erhalten hatten und gegebenenfalls sogar bereits am Auge operiert werden mussten. Es stellte sich heraus, dass die Statin-Patienten aus der kanadischen Datenbank ein um 27 Prozent erhöhtes Katarakt-Risiko aufwiesen. Bei den Patienten aus der US-amerikanischen Datenbank waren es immerhin noch sieben Prozent.

Studien belegen: Statine sind schädlich

Dies ist längst nicht die erste Studie, die zu einem entsprechend alarmierenden Ergebnis kam. Auch J. Leuschen und Kollegen vom texanischen Wilford Hall Ambulatory Surgery Center stellten im Jahr 2013 in einer Studie an knapp 14.000 Patienten fest: Wer über mehr als neunzig Tage hinweg Statine einnimmt, weist ein erhöhtes Katarakt-Risiko auf. Die Forscher empfehlen daher, dass Ärzte genau abwägen sollten, ob die Einnahme von Statinen tatsächlich notwendig ist.

Pharmaindustrie macht Ärzten Druck

Das wird jedoch gar nicht so einfach, denn die Pharmaindustrie setzt Ärzte massiv unter Druck, damit diese immer mehr Medikamente verschreiben. Auch werden diverse Richtwerte immer weiter nach unten korrigiert. Auf diese Weise leiden immer mehr Menschen an einem “erhöhten” Cholesterinspiegel und kommen somit für eine medikamentöse Behandlung in Frage.

Das American College of Cardiology und die American Heart Association empfehlen mittlerweile sogar fast allen Menschen über 65 Jahre Statine einzunehmen – egal ob ihre Cholesterinwerte erhöht sind oder nicht. Jeder Patient, bei dem die Gefahr besteht, dass er in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt erleidet, kommt ihrer Einschätzung nach für eine präventive Statintherapie in Frage.

Die Begründung: Selbst bei einem Cholesterinspiegel im Normbereich sollen die Cholesterinsenker Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Cholesterin natürlich senken

Nichtsdestotrotz ist mit einem tatsächlich zu hohen Cholesterinspiegel natürlich nicht zu spassen. Da ein solcher jedoch in der Mehrzahl der Fälle die Folge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise darstellt, kann er mit einfachen und oft schon kleinen Änderungen des Lebensstils zuverlässig gesenkt werden.

Man steht also gewiss nicht vor der Entscheidung Herzinfarkt oder grauer Star.

Werden Sie daher selbst aktiv, bevor Sie schädliche Medikamente schlucken!

Die zehn wichtigsten Massnahmen zur natürlichen Senkung des Cholesterinspiegels

1. Meiden Sie Zucker, denn eine zuckerreiche Ernährung erhöht den Cholesterinspiegel. Senken Sie generell Ihren Kohlenhydratverzehr und meiden Sie daher auch Weissmehlprodukte und weissen Reis. Wählen Sie statt herkömmlicher Teigwaren die Cholesterin senkenden Konjak Nudeln.

2. Erhöhen Sie den Ballaststoffanteil Ihrer Ernährung, da Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken. Essen Sie daher – immer dann wenn Sie Teig- oder Backwaren essen möchten – die Vollkornvariante. Integrieren Sie ferner spezielle ballaststoffreiche Produkte wie Flohsamenschalen, Leinsamen, Chiasamen oder Kokosmehl oder auch das sättigende Konjak Pulver in Ihre Ernährung.

3. Fettarm muss Ihre Ernährung nicht sein. Doch wählen Sie gesunde Fette, denn Omega-3-Fettsäuren haben den Ruf, Cholesterinspiegel senkend zu wirken. Verwenden Sie daher für die kalte Küche die Omega-3-reichen Öle wie Leinöl und Hanföl (oder nehmen Sie Krillölkapseln) und für die heisse Küche Ghee. Statt fettes Fleisch zu essen, sollten Sie besser auf fetten Fisch umsteigen.

4. Nehmen Sie Probiotika ein, denn nützliche Darmbakterien können zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen: Probiotika senken Cholesterinspiegel

5. Überprüfen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel, da ein Vitamin-D-Mangel Ihren Cholesterinspiegel in die Höhe treiben kann und umgekehrt eine gesunde Vitamin-D-Zufuhr Ihren Cholesterinspiegel senkt.

6. Denken Sie über eine Nahrungsergänzung mit Chlorella nach, da Chlorella den Cholesterinspiegel senken kann.

7. Essen Sie so oft wie möglich Beeren, denn Erdbeeren und auch Heidelbeeren senken Ihren Cholesterinspiegel.

8. Ernähren Sie sich basenüberschüssig aus frischen, regionalen Bio-Lebensmitteln, da diese Ernährungsform viele Krankheiten vorbeugen kann u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

9. Denken Sie ausserdem an weniger Stress und mehr Bewegung! Beides trägt ebenfalls zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei.

10. Trinken Sie Alkohol nur in Maßen. Alkohol erhöht gleich über viele verschiedene Wege Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme: Alkohol lässt nicht nur den Cholesterinspiegel ansteigen, sondern auch den Blutdruck sowie das Risiko für Diabetes, Übergewicht und die koronare Arterienkrankheit.

Hier weitere Informationen zur Therapie des Grauen Stars. Ich wünsche Ihnen beste Gesundheit Ihre Praxis für Augenakupunktur Michaela Noll

Über den Autor

Michaela Noll

Gründerin und Geschäftsführerin von Augenakupunktur Noll. Staatlich geprüft Heilpraktikerin und Absolventin der Heilpraktikerschule Dr. Jung in Kronberg (Taunus). Zertifizierte Akupunkteurin nach Prof. John Boel.

3 Responses

  1. Avatar
    Lara

    Bin froh darüber zu lesen. Denn ich habe durch 9 Monate Einnahme von Rovastatin ernsthafte Augenbrobleme bekommen

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  2. Avatar
    Dr. A. Casajus

    Cholesterin ist für den Körper so essentiell, daß es zu 80% von ihm selbst hergestellt wird. Alle Zellen können und produzieren auch Cholesterin, nurt daß ihr Bedarf durch die eigene Produktion nicht gedeckt wird. Durch eine Signalkette werden die Bedarfsmeldungen an das Gehirn und von ihm an die Leber weitergeleitet. Das in der Leber produzierte Cholesterin wird durch das LDL zu den Zellen transportiert und dort an der Zelle “geklingelt”, daß das Cholesterin da ist. Ist die Klingel defekt, bekommt die Zelle nicht mit, daß die Lieferung angekommen ist und schickt wieder eine Meldung zum Gehirn und die Leber produziert munter weiter Cholesterin Dadurch entsteht die sogenannte, genetisch bedingte Hypercholesterinämien.Durch sehr robuste und einfache Regulatiinsmechanismen wird der Cholesterinpegel auf den individuellen Bedarf geregelt. Wieso pfuscht der Mensch selbstherrlich dazwischen?
    Ernährt man sich cholesterinarm, muß der Körper selbst mehr Cholesterin erzeugen, cholesterinreiche Nahrung entlasten den Körper von der eigenen Cholesterinproduktion. Erstaunlich was?.Es gibt kein gutes (HDL) und kein schlechtes (LDL) Cholesterin, sondern nur ein einziges Cholesterin, das durch High Density Lipide (HDL) und durch Low Density Lipide (LDL) transportiert wird. Daß der Körper das schlechte “LDL Cholesterin” um ein vielfaches mehr produziert als das “HDL-Cholesterin” kann nur bedeuten, daß der Körper um ein vielfach dümmer ist, als die gesamte medizinische Zunft.
    Das ist verständlich, weil der Mediziner studiert hat, der Körper aber nicht. Dafür hatte der Körper einige Millionen Jahre Zeit dieses Wunderwerk zur Vollendung zu bringen, der Mediziner nur fünf Jahre Zeit um sich sehr viele, sehr unterschiedliche Sparten auch nur ansatzweise anzueignen.
    Der Horror eines durchschnittlichen Medizinstudenten : Biochemie, Molekularbiologie.
    Übrigens führten die Versuche das Verhältnis von HDL/LDL zugunsten vom HDL medikamntös zu verschieben zu so vielen Todesfällen, daß diese Richtung aufgegeben wurde.
    Der Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Cholesterin ist hinlänglich seit 2013 durch die Wende in den USA Leitlinien als nicht evident abgelegt. Die Statine bleiben, und wurden zu einer richtigen Pferdekur hochgepuscht. Es hilft wenig, wenn die Schöpfer der neuen Leitlinien ihre Verträge mit der Pharmaindustrie bekannt geben müssen.
    Die deutsche Medizin beharrt auf die Weisheit der “Cholesterininitiative” von anno dazumal.
    Bislang bleiben nur zwei gesicherte Faktoren für den Herzinfarkt, hoher Blutdruck und Bewegungsmangel.
    Wer sich mit dem Herzonfarkt beschäftigt wird feststellen, daß es einen zweiten Gegenspieler gibt, Krebs. Der vielgepriesene Nord-Süd Gefälle des Herzinfarktes geht einher mit einem Nord-Süd Anstieg der Krebstodesrate.
    Im Grunde genommen können Sie sich nur die Todesart aussuchen. Herzinfarkt oder Krebs. Mein Tip, Herzinfarkt geht schneller und ist nicht so langanhaltend schmerzhaft.

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      Volker Liedtke

      Vielen Dank, Herr Prof. Dr. André Casajus. Das sind interessante Informationen für unsere Patienten. Grüße, Michaela Noll

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