Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. CBD ist ein Cannabinoid welches aus weiblichen Hanfpflanzen (Nutzhanf) gewonnen wird und ist neben THC eines der Hauptwirkstoffe von Cannabis.

CBD definiert sich durch seine nicht psychoaktiven Effekte und der umfassenden Wirkung, was die Erforschung weiter vorantreibt. Seit 20.11.20 hat auch der Europäische Gerichtshof die Therapie mit CBD-Öl als rechtskräftig erklärt.

Warum in der Augenheilkunde Cannabidiol (CBD) nur bei der Therapie von Glaukom einsetzen?

Wir empfehlen unseren Patienten, zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie bzw. auch zur Integrierten Augentherapie nach Noll, CBD einzunehmen. Aber vor allem habe ich es den Glaukom-Patienten empfohlen. Es wird als Öl angeboten und es gibt natürlich viele Hersteller die dieses auf dem Markt anbieten.

Um so überraschter war ich über den Artikel den ich vor ein paar Wochen in einer amerikanischen Zeitung gelesen habe, dass das CBD nicht nur bei einem Glaukom sehr gut unterstützen kann, sondern auch bei der Makuladegeneration.

Laut der American Macular Degeneration Association ist die Makuladegeneration (MD) die häufigste Ursache für Sehverlust. Derzeit sind mehr als 10 Millionen Amerikaner jeden Alters betroffen, bei uns in Deutschland sind es ca. 5 Millionen Menschen.

Die Aufgabe der „Makula“ ist es, die zentrale Sicht des Auges zu fokussieren. Durch die Degeneration kommt es zu einer Verschlechterung des zentralen Teils der Netzhaut, also die innere hintere Schicht unseres Auges, die zuerst die Bilder aufzeichnet, bevor sie es an den Sehnerv und das Gehirn weiterleitet.

Es steuert unsere Fähigkeit, Farben, Gesichter usw. zu erkennen. Aufgrund der Makula können wir auch Details in Objekten erkennen. Wenn sich die Zellen der Makula zu verschlechtern beginnen, werden die Bilder nicht richtig empfangen.

In den frühen und mittleren Stadien der Krankheit können verschwommenes Sehen oder Welligkeit auftreten. Wenn sich die Makuladegeneration verschlechtert, kann das zentrale Sehvermögen jedoch vollständig verloren gehen (obwohl das periphere Sehen erhalten bleibt).

Hilft Cannabidiol (CBD) auch bei der Makuladegeneration?

Da keine Studien zur Cannabinoidtherapie und Makuladegeneration direkt wissenschaftlich durchgeführt wurden, kann niemand sicher sagen wie das CBD-Öl bei der Makuladegeneration helfen kann.

Es gibt jedoch einige interessante Zusammenhänge zwischen bestimmten Merkmalen der Heilkraft von Cannabis und den besonderen Mechanismen der Makuladegeneration:

1. Cannabinoid-Rezeptoren im Augenbereich

Im Augenbereich befinden sich Cannabinoidrezeptoren. In einer bahnbrechenden finnischen Studie zum Glaukom, die 2002 durchgeführt und in der Zeitschrift Pharmacology & Therapeutics veröffentlicht wurde, entdeckten der Forscher Tomi Järvinena und sein Team, dass die Augenpartie Cannabinoidrezeptoren aufweist, was diesen komplizierten Bereich des Körpers auch zu einem Teil des Ganzen macht. Wir haben ein umfassendes Endocannabiniod-System (das hilft, alle anderen Körpersysteme auszugleichen und zu regulieren).

2. CBD (Cannabidiol) kann gegen die Entzündung arbeiten

CBD wirkt entzündungshemmend. Es wurde gezeigt, dass Cannabidiol speziell für den Netzhautbereich entzündungshemmend ist, insbesondere wenn diese Entzündung mit Diabetes verbunden ist. Diabetes und Makuladegeneration gehen oft Hand in Hand (insbesondere aufgrund niedriger Glutathionspiegel).

3. CBD (Cannabidiol) kann das VEGF-Wachstum hemmen

Den Begriff VEGF kennen die Patienten mit der feuchten Form der Makuladegeneration. Denn sie bekommen sogenannte VEGF-Hemmer in das Auge injiziert. Der springende Punkt bei der Verabreichung der anstrengenden Injektion von Arzneimitteln direkt in das Auge für Makuladegenerations-Patienten liegt darin, dass diese Arzneimittel das Fortschreiten des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) stoppen soll.

Es wurde jedoch auch gezeigt, dass Cannibinoide auch dazu beitragen können das VEGF- Wachstum zu beeinflussen. Eine 2004 von Forschern der Comlutense-Universität in Madrid, Spanien, durchgeführte Mausmodellstudie zu Gliomen (Hirntumoren) ergab, dass Cannabinoide die VEGF-Signalwege hemmen und so das Tumorwachstum bei Mäusen verlangsamen. Der gleiche Effekt wurde auch bei zwei Gliompatienten beobachtet.

“Da die Blockade des VEGF-Signalwegs einen der vielversprechendsten derzeit verfügbaren antitumoralen Ansätze darstellt, bieten die vorliegenden Ergebnisse ein neues pharmakologisches Ziel für Therapien auf Cannabinoidbasis”, heißt es in dem in der Zeitschrift Cancer Research veröffentlichten Abschlussbericht.

Die Wissenschaft könnte eines Tages beweisen, dass die Cannabinoid-Therapie eine sichere und wirksame Therapie für Millionen von Makulapatienten ist.

 

 

 

 

Über den Autor

Michaela Noll

Gründerin und Geschäftsführerin von Augenakupunktur Noll. Staatlich geprüfte Heilpraktikerin und Absolventin der Heilpraktikerschule Dr. Jung in Kronberg (Taunus). Zertifizierte Akupunkteurin nach Prof. John Boel.

3 Responses

  1. Avatar
    Neumann, ursula

    Liebe Frau Noll,
    das hört sich ja interessant an. Davon habe ich noch nie gehört. Würden Sie ein spezielles Produkt empfehlen Sie ein bestimmtes Präparat? Hat es Nebenwirkungen? Kann es Schaden anrichten?
    Das ganz spontan an Fragen von mir. Habe eben erst Ihre Mail gelesen.
    Vielen Dank und herzlichst!
    U. Neumann

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  2. Avatar
    Estel Sabine

    Sehr geehrte Frau Noll
    Ich habe die feuchte Makularegeneration, Bluthochdruck bis 200 , Cholesterin über 300 ,Sjögren, Schilddrüse- Stoffwechsel, Fibromyalgie.
    Am Essen liegt es nicht.
    Falsche Medikamente bekommen. 5 Blutdruck Tabletten am Tag und Schmerzen.
    Wo bekomme ich hier, Soltau, diese Akkupuntur. Mir reicht es, nur mit Tabletten zugestopft zu werden.

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  3. Avatar
    Annette

    dieses Jahr diagnose Glaukom fur beide Augen bekommen. Aufgrund psych. Erkrankung nehme ich seit über 20 Jahren Psychopharmaka, u. a. venlafaxin, promethazin, melperon, quilonum, langezeit auch quetiapin.
    ich vertrage die Tropfen schlecht , wohl auch wegen Wechselwirkungen mit meinen Medikamenten.
    z. Zeit nehme ich im 3.versuch betablockertropfen.
    ob diese den druck ausreichend reduzieren weiß ich noch nicht.
    welche canabinoidtropfen können sie mir empfehlen und Tipp geben, wie, wo ich augenarzt/in und anderen Therapeut finden kann der damit, und mit boel vertraut ist?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre hilfe

    Raum Karlsruhe Stuttgart Freiburg Ulm…

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